Montag, 26. März 2018

Nach Schweizer Vorbild: "Verein zur Förderung des Ansehens des Eichsfelder Gehacktes in Deutschland“


Güterverkehr, Großbauprojekte, Weltkriege … Es gibt viele Dinge, in denen sich die Schweiz in neuer oder älterer Geschichte irgendwie geschickter verhalten hat und jetzt scheint noch eine weitere Sache hinzuzukommen. Anscheinend kümmern sich die Schweizer auch besser um ihre Fleisch- und Wurstkultur. Richtig gehört, die Käsetunker und Messerliebhaber versuchen ganz aktiv, das Ansehen ihrer Wursterzeugnisse in aller Welt zu bewahren und gründeten bereits im Jahr 1968 den „Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste in der Schweiz (VBL)“. Gemäß seinen Statuten „bezweckt der VBL die Förderung und Verbreitung das Metzgetewesens, im Speziellen der Blut- und Leberwürste.“  Wie die TA berichtete, war der VBL erst vor kurzen zu Gast in Thüringen um an der  „Rostkultur 2018“ beizuwohnen. 

Ja sapperlot nochmal! Warum haben die Schweizer für ihre Blut- und Leberwürste einen eigenen
Verein aber wir Eichsfelder für unser Gehacktes, das am besten schmeckende Fleischgericht der Welt, nicht? Sollte das eichsfelder Gehacktes nicht ebenfalls durch einen Verein gefördert werden? Schließlich ist das Ansehen des Eichsfelder Gehacktes ständig von Menschen bedroht, die das essen von rohem Fleisch als „eklig“ oder „ungesund“ verklären. Viele werden sich auch noch an das Jahr 2010 erinnern, als die schlachtwarme Verarbeitung aufgrund „hygienischer Bedenken“ fast verboten werden sollte. Lediglich ein Beschluss des Bundesrates konnte dies verhindern. Eine Initiative zur Förderung des Ansehens des Eichsfelder Gehacktes könnte hier wertvolle Lobbyarbeit leisten. Man stelle sich mal vor, die EU käme wieder auf die Idee die Hygienevorschriften zu verschärfen und einen Tag später steht eine frische Platte Gehacktesbrötchen auf dem Schreibtisch von Jean-Claude Juncker, freundlich zur Verfügung gestellt vom Verein zur Förderung des Ansehens des Eichsfelder Gehacktes in Deutschland - VFEG. Dem Eichsfelder Gehacktes würde dann wohl eine blühende Zukunft bevorstehen. 
Deshalb verkündet der EichsfeldSpiegel feierlich die Gründung des:  Verein zur Förderung des Ansehens des Eichsfelder Gehacktes in Deutschland (ok, kein richtiger Verein, bis jetzt nur eine Facebookseite). Sobald ein paar beherzte Eichsfelder den Verein eintragen lassen, wird die Seite feierlich an den Vorstand übergeben.  Bis dahin gilt sie als Sammelbecken für alle Fans des Eichsfelder Gehacktes und als Fanal für die Eichsfelder Fleischkultur. 

Gleichzeitig lädt der EichsfeldSpiegel natürlich die Mitglieder des „Vereins zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste“ auf ein leckeres Gehacktesbrötchen und die ein oder andere Stracke und Feldgieker ins Eichsfeld ein.

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