Donnerstag, 21. Dezember 2017

Demo vom Mai 2016: „Drecksnest“ und „AfD-Kaff“ – total konstruktive Demo bekehrte tausende Eichsfelder zum Antifaschistischen Kampf

Am gestrigen Mittwoch wurde mal wieder Demonstriert ist Bornhagen. Dieses mal leider nicht so konstruktiv wie bei einer ähnlichen Demo letztes Jahr im Mai und ganz ohne beleidigende Banner und Hassgesänge. Nachdem die Künstlergruppe des „Zentrums für politische Schönheit“ im November ein Mahnmal vor Bernd Höckes Haus aufgestellt hat und damit für eine durchaus diskutable aber kritische Auseinandersetzung mit Bernd Höckes  Dresdener Sportpalastrede sorgte, demonstrierten heute auch Teile der Antifa in Bornhagen aus Solidarität mit dem ZPS.

Anders als mit ihrer gestrigen Demo, hatten die „Aktivisten“ mit ihrem Protest vom Mai 2016 vollen Erfolg. Die Teilnehmer wussten damals genau, wie man dem durchaus bestehenden Problem rechter Tendenzen im ländlichen Raum begegnet: Man beleidigt die Bewohner und belustigt sich über deren ländlichen Verhältnisse.  Erste Erfolge der Aktion zeigten sich Heute, 1,5 Jahre später. So  kündigte die Bornhagener „Bürgerwehr“, die noch vor wenigen Wochen Reporter als "Jesuitenpack", "Bolschewiken" und "Arschlöcher" beschimpft hatte, an, ihre Aktivitäten einzustellen und geschlossen in die Linkspartei einzutreten. Auch die Thüringer AfD verlor seit dem circa 500 ihrer Mitglieder. Bernd Höcke kündigte indessen an, aus der AfD auszutreten und sich zwei Jahre in ein Kloster zurück zu ziehen.  Danach möchte er sich seinem großen Hobby widmen und seinen eigenen Einhorn-Roman schreiben.

„Ich hab die letzten Jahre immer hinter der AfD und Bernd Höcke gestanden. Ich dachte die ganzen Flüchtlinge ruinieren mein Land und meine Kultur aber seitdem meine Heimat von vermummten Jugendlichen als Naziland pauschalisiert wurde, habe ich meine Meinung um 180° geändert“, berichtet uns ein Einheimischer.

Diese Erfolge sind aber nun in Gefahr, denn bei der gestrigen Demo war weit und breit kein Banner mit Aufschrift wie "scheiß Drecksnest" zu sehen. Auch Schmähgesänge und Hassparolen waren nicht zu vernehmen. So lässt sich bestimmt keine politische Botschaft verbreiten.

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