Freitag, 3. November 2017

Frechheit: Besserwessis restaurieren Burg und engagieren sich im Gemeindeleben

Foto: Fred Apostel, Lizens: CC BY-SA 3.0

Was fällt denen eigentlich ein? Zuerst investieren sie in ein kleines, schutzloses Dorf im Eichsfeld und kaufen dessen Burg, dann Kernsanieren sie diese, eröffnen ein Café und dann engagiert sich die Frau auch noch im Gemeinderat? 

Aber keine Panik, nach knapp 23 Jahren haben die patriotischen Eichsfelder gesiegt und die Besserwessis aus Großbodungen verjagt und das ganz ohne Fackeln und Mistgabeln. Jetzt kann bald endlich wieder die störrische, totbringende Ruhe einziehen, die viele andere Eichsfelddörfer schon seit Jahrzehnten beherscht. Nun wurde dem perfiden Plan der Grafen von Westphalen, denen die Burg (noch) gehört, ein Schlussstrich gezogen. Seit Jahren hatten diese versucht, in ihrer arroganten Art, wie sie ja so typisch für Wessis ist, die arme Gemeine zu unterwandern. Nicht nur das sie versuchten das kulturelle Leben aufrechtzuerhalten, indem sie auf der Burg Ausstellungen unterbrachten, Lesungen hielten und ein Café betrieben, nein! Es kommt noch viel Schlimmer! Gerlinde von Westphalen sitzt auch seit mehreren Legislaturperioden im Kreistag und versucht somit aktiv Kommunalpolitik zu gestalten. Raban von Westphalen ist derweil Professor für politische Wissenschaften und öffentliches Recht und verbreitet Hetzschriften wie: „Das Heiligenstädter Schloss und die letzten Mainzer Kurfürsten“.

Bei derartiger Gemengelage wird schnell klar, dass es für die Bürger von Großbodungen (welches übrigens nicht zum historischen Eichsfeld gehört!) unmöglich war, ein konsensualen Umgang mit den Grafen zu Pflegen der, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist, auf gegenseitigem Verständnis und guter Zusammenarbeit beruht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen