Sonntag, 5. März 2017

Nur noch 5 Populationen – Gehacktesigel vom Aussterben bedroht



Die älteren Eichsfelder werden sich noch an ihn erinnern,  konnte man ihn doch noch vor 30 Jahren regelmäßig in freier Wildbahn auf Familienfeiern sichten. Die Rede ist natürlich von dem allseits beliebten Gehacktesigel. Doch heute ist das possierliche Tierchen immer seltener zu sehen. Eine Tatsache, die auch die IUCN bestätigte.


Nach neusten Zählungen gibt es in freier Wildbahn derzeit nur noch 5 Populationen mit ca. 32 Tieren. Gerade in der jüngeren Generation kommt es vor, dass jemand noch nie im Leben ein derartiges Tier zu Gesicht bekommen hat. Leider ist auch der Weg in den Zoo oft nicht hilfreich, der Gehacktesigel gilt als schwer zu haltendes Zootier mit kurzer Lebenserwartung. Schwierig ist auch die Tatsache, dass sich der Gehacktesigel in Gefangenschaft wohl nicht fortpflanzt. Besonders der Salzstangen-Gehacktesigel gilt als fast gänzlich ausgestorben. Im Jahr 2016 waren nur noch 10 Tiere bekannt, die lose über das Eichsfeld verteilt lebten.

„Vor allem der in den letzten Jahrzehnten eingeschleppte Vegetarier hat dem Gehacktesigel seinen Stellung als Platzhirsch auf jedem Buffet streitig gemacht“, heißt es in einer neuesten Studie des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Auch der Worbiser Bärenpark hat bereits über die Haltung und Aufzucht einer eigenen Population nachgedacht. Leider scheint aber der im Park lebende Wolf ein natürlicher Fressfeind des Gehacktesigels zu sein.



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