Sonntag, 20. März 2016

Kallmerode: vom Aussterben bedrohter Westthüringer Asphaltschmetterling legt Pläne für Ortsumfahrung auf Eis

Diese Entdeckung ist wohl das endgültige Aus sämtlicher Pläne für eine Verkehrsberuhigung Kallmerodes. Nachdem letztes Jahr geplant wurde den gesamten Ort zu verlegen (wir berichteten) und noch diese Woche Hoffnung aufkeimte, dass die Ortsumfahrung Kallmerode nun doch gebaut wird, verheißt die Entdeckung einiger Umweltaktivisten nichts Gutes. 
Die Aktivisten entdeckten in einem extrem kleinen Ausbreitungsgebiet, welches ausgerechnet einen Umkreis von 5 Km um Kallmerode entspricht, eine sehr kleine Population des extrem scheuen und seltenen Tieres mit dem Namen „Westthüringer Asphaltschmetterling“. Der Schmetterling ist so scheu, dass ihn Menschen so gut wie nie zu Gesicht bekommen. 

Aufgrund der Tatsache, dass der Schmetterling auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht, sind Bauvorhaben in seinem Ausbreitungsgebiet strengstens untersagt. Bauarbeiten, verbunden mit massiven Erdbewegungen und Waldrodungen, würden zu stark in den natürlichen Schutzraum des Asphaltschmetterlings eingreifen und sind somit nicht mit dem Umwelt- und Tierschutz vereinbar. 

„Wir sind froh, dass wir die Population noch rechtzeitig gefunden haben und ihre Zerstörung somit verhindern konnten. Ich bin sicher, dass auch die Kallmeröder dem Naturschutz hier den Vorrang geben und die Lärmbelästigung in ihrem Ort zugunsten des Schmetterlings akzeptieren werden“, so Sophia Herz (Bündnis 90/Die Grünen).










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