Donnerstag, 24. Dezember 2015

Neues Verkehrsschild für das Eichsfeld - "Katholiken kreuzen die Fahrbahn"

Nachdem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Anfang diesen Jahres ein neues Verkehrsschild für Carsharing vorgestellt hat, stellt es heute seine neueste Wahnsinnsidee vor. Bereits nächstes Jahr soll das Verkehrszeichen 727 "Katholiken kreuzen die Fahrbahn" flächendeckend im Eichsfelder Raum aufgestellt werden. 


Da es in der Vergangenheit des Öfteren zu gefährlichen Situationen gekommen war, in denen Touristen von katholischen Prozessionen überrascht wurden, oder Gläubige, die in der Morgendämmerung ihren Weg zu Kirche antraten, übersehen wurden, hat das Verkehrsministerium die Ausarbeitung eines neuen Verkehrsschildes in Auftrag gegeben. Ab 1. Januar 2016 wird das neue Schild dann auf den Straßen des Eichsfelds zu sehen sein und Auswärtige vor der Gefahr warnen. Das Schild dient aber lediglich als Hinweis auf eventuelle Gefahren, betont die Thüringer Ministerin für Infrastruktur, Birgit Keller. Viel wichtiger sind die Wachsamkeit aller Verkehrsteilnehmer und das Wissen, wie man sich in brenzligen Situationen verhält.

Erhöhte Aufmerksamkeit gilt vor allem in den Morgenstunden von 06:00 bis 10:00 Uhr und in der Dämmerung ab 18:00 Uhr. Auch Ende März bis Ende April und Ende Dezember kann man vermehrt Katholiken am Straßenrand beobachten. In dieser Zeit gilt für alle Verkehrsteilnehmer erhöhte Aufmerksamkeit. Straßenränder sollten aufmerksam beobachtet und die Geschwindigkeit in Gebieten mit erhöhtem Katholikenwechsel gedrosselt werden. Generell kann es aber zu jeder Tages- und Jahreszeit zu Katholikenwechsel kommen, warnt der ADAC. Vor allem wenn sich Katholiken bereits auf der Fahrbahn befinden, gilt laut ADAC besonders hohe Aufmerksamkeit, denn oftmals folgen dann noch mehr Katholiken, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind. Es wird empfohlen abzublenden, da sonst Katholiken im Lichtkegel stehen bleiben könnten. Auch Hupen kann in gefährlichen Situationen helfen. Der verschwindend geringe Anteil Katholiken in anderen Teilen Thüringens und Ostdeutschlands sei eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Personen aus anderen Gebieten haben oftmals noch nie in ihrem Leben einen Katholiken in natürlicher Umgebung gesehen und sind darauf nicht vorbereitet, gibt der ADAC zu bedenken.

Während in Thüringen nur 7% der Bevölkerung Katholischen Glaubens sind, hat sich der Katholizismus im Eichsfeld gegenüber anderen Glaubensrichtungen stets die Mehrheit bewahrt. Da im Eichsfeld, anders als im Rest Deutschlands, der Bestand der Katholiken relativ stabil ist, dient das neue Schild auch zum Schutz der bestehenden Population. Das Bistum Erfurt erhofft sich eine vermehrte Ansiedlung von Katholiken auch im restlichen Ostdeutschland, wo der Katholizismus seit Jahren auf der Roten Liste der bedrohten Glaubensrichtungen steht.


Andererseits warnt der ADAC vor einem zu üppigen Schilderwald. „Die Anzahl der Verkehrsschilder sei bereits zu hoch und schon jetzt sind neue Verkehrsschilder wie „Achtung Kreuzung statt Kreisverkehr!“ für Leinefelde in Planung, gibt der Automobil-Club zu bedenken.



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