Samstag, 24. Oktober 2015

“Er ist wieder da” - Peinlicher Fehler: Filmfans belagern Björn Höcke (bürgerlich Bernd Höcke), weil sie ihn mit Adolf Hitler verwechselten.

Foto: Südwambel (CC-BY-SA 4.0)                                                           Foto: Alexander Dalbert (CC BY-SA 3.0)

Erfurt – Bornhagen (Eichsfeld). Seit über zwei Wochen läuft die Verfilmung des Buches „Er ist wieder da“ im Kino. Der Film zeigt die Geschichte Adolf Hitlers, der im Jahre 2011 in Berlin auf einer Wiese aufwacht.

Doch diese Woche kam es sowohl in Erfurt, als auch in Bornhagen zu einer peinlichen Verwechslung. Während Höcke seine Rede auf dem Erfurter Domplatz hielt, stürmten mehrere Fans des Filmes die Bühne und baten um ein Autogramm. Die Personen verwechselten den sympathischen AfD-Politiker anscheinend mit Hitler aus dem Film und hielten die Demo für eine PR-Aktion des Filmstudios. Nachdem der erste Fan mit den Worten „Heil mein Führer“ die Bühne stürmte und nach einem Autogramm fragte, war die Irritation gar nichts so groß, berichtet ein Außenstehender. Als dann aber immer mehr Leute die Bühne stürmten, schritt der Saalschutz ein.
Doch das sollte nicht der einzige Vorfall an diesem Abend bleiben. Als Bernd Höcke nach der Veranstaltung mit seinem Mercedes-Benz Typ 770 in seinen Eichsfelder Wohnort nach Bornhagen fuhr, erwarteten ihn bereits wieder Dutzende Fans. Auch hier waren die Anhänger enttäuscht, dass es sich nicht um den Darsteller des Films handelte.
„Als ich die Rede hörte, war ich fasziniert, ich habe mich direkt in das Jahr 1945 zurück versetzt gefühlt“, berichtet uns ein Cineast. Ein anderer findet auch lobende Worte für die Zuschauer, „Das Publikum hat seine Rolle auch brilliant ausgefüllt. „Jawoll“-Rufe und frenetischer Beifall haben dem ganzen einen realistischen historischen Rahmen verliehen, da fühle ich mich gleich wie auf dem Zeppelinfeld“. Als wir den beiden sagten, dass es sich dabei nicht um den Auftritt eines Schauspielers, sondern um einen echten Politiker und eine echte Demo handelt, liefen beide weinend vor ein Taxi.
Hier kann man sich noch zuhause fühlen. Keine Spur von
Überfremdung  in Aleppo. In der Bildmitte sehen wir das
 Hotel in dem  Höcke derzeit seinen Urlaub verbringt.
Foto: Freedom House (CC BY 2.0)
Andere Zuschauer hatten allerdings schon früh Zweifel an dem Auftritt. „Mir fiel gleich auf, dass der Redner nicht mit den Worten `und nun redet der Führer´ angekündigt wurde. Außerdem erinnerte mich der Redner viel mehr an eine Mischung aus Goebbels und Kaiser Wilhelm“.

Björn Höcke konnte sich zu dem Vorfall nicht äußern. Höcke befindet sich zur Zeit im Urlaub und bereist die schönsten Feriendomizile in Syrien und Afghanistan. Dort soll es laut einer seiner Reden sowieso viel schöner sein (Zitat: „Der Syrer, der zu uns kommt, der hat noch sein Syrien. Der Afghane, der zu uns kommt, der hat noch sein Afghanistan“).









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