Samstag, 26. September 2015

UH-Kreis gibt zu: Mann, welcher Fusion von Mühlhausen mit dem Eichsfeldkreis möchte, in Wahrheit verwirrter Doppelgänger von Oberbürgermeister Johannes Bruns.


Am 16. September verkündete Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD), dass er die Fusion des Unstrut-Hainich-Kreises mit dem Eichsfelkreis für die beste Alternative im Zuge der Gebietsreform hält. Mühlhausen sollte seiner Vorstellung nach die Kreisstadt des neu entstehenden Kreises werden, beziehungsweise bleiben.


Das jedenfalls dachten die Einwohner beider Kreise bis jetzt. Doch heute stellte sich heraus, dass es sich bei der Person, welche die Pläne am Mittwoch verkündete, um einen verwirrten Doppelgänger des Mühlhäuser Oberbürgermeisters handelte. Der geistig verwirrte Mann habe sich am Mittwochabend auf die Veranstaltung geschlichen und das Wort ergriffen, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Da die Erscheinung wie auch das Auftreten der Person exakt dem Johannes Bruns entsprach, fiel die Panne keinem Beteiligten auf. „Das einzige Auffällige waren die kuriosen Forderungen, die der Doppelgänger in seiner Ansprache stellt.“, erzählt uns ein Teilnehmer der Veranstaltung. „Mühlhausen als Kreisstadt? Ich wollte gerade anfangen zu lachen, da ich dachte ich wäre in einer Satireveranstalltung, aber um mich rum war alles still und ernst.“, erzählt uns ein anderer Teilnehmer.
In den letzten Wochen und Monaten haben immer mehr Gemeinden offen bekundet zum Landkreis Eichsfeld übertreten zu wollen. Vor allem die Dörfer des Eichsfeldes, welche zurzeit dem Unstrut-Hainich-Kreis angehören, hatten diese Option in Erwägung gezogen. „Was? Mühlhausen will jetzt auch in den Eichsfeldkreis? Dann müssen wir uns wohl einen anderen Kreis suchen dem wir beitreten können.“, war die Reaktion eines Bürgermeisters der betroffenen Gemeinden.
Dabei soll es sich nicht um den ersten Vorfall mit einem Doppelgänger handeln. Bereits seit circa 21. Jahren treibt ein, bislang unbekannter Doppelgänger des Landrates Harald Zanker sein Unwesen im Unstrut-Hainich-Kreis. Den meisten Bürgern dürfe der Doppelgänger aus Bildern in verschiedenen Pressewerken des Landkreises bekannt sein. Auf besagten Bildern überreicht der Doppelgänger meist ahnungslosen Vereinen Schecks im Namen des Landkreises. Den größten Coup erzielte Harald Zankers Doppelgänger im April 2012. Kurz vor der Wahl zum Landrat wurde in der Thüringer Allgemeinen Wahlwerbung, welche laut Verwaltungsgericht gegen die Wahlrechtsordnung verstoß, abgedruckt. Bei der Person auf der Werbung handelte es sich aber nicht um den Landrat, sondern um seinen Doppelgänger. Der Landrat selber wusste natürlich nichts vom dem Schwindel auf denen mehrere Bürgermeister des Kreises reingefallen waren. Auch die prekäre finanzielle und wirtschaftliche Situation den Unstrut-Hainich-Kreises sei maßgeblich auf den Doppelgänger zurück zu führen. „Generell kann man sagen, dass der Doppelgänger von Landrat Harald Zanker für alle politischen Fehlentscheidungen der letzten 21. Jahre verantwortlich ist“, hieß es aus am Montag von der Stadt.
Die Stadt entschuldigte sich mittlerweile für den Irrtum und kündigte bedingungslose Aufklärung an. 




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